Unser Leitbild

 

Die Arbeit in der St. Johannes-Stift Kranenburg gGmbH ist orientiert an einem christlichen Menschenbild. Jeder Mensch ist einmalig als Person und besitzt eine ihm von Gott gegebene unverfügbare Würde. Daraus ergibt sich die Verpflichtung, menschliches Leben von Anfang bis Ende, von der Empfängnis bis zum Tod, zu achten, zu schützen und wo Not ist helfend zu begleiten. Der Mensch, geboren als ein hilfsbedürftiges Wesen, bedarf bei seinem Prozess der Selbstbestimmung der Unterstützung seiner Mitmenschen. Diese ist geprägt von Empathie, von persönlicher Begegnung, von individuellen Erfahrungen und Prägungen und dem Respekt vor seiner Persönlichkeit, ungeachtet seines Hilfebedarfes.

Die Einbettung in das gesellschaftliche und politische Leben ist unter Berücksichtigung seiner Lebensbedingungen und seiner individuellen Besonderheiten, Teil seiner Normalität. Er soll diesen Lebenskontext wie bei Menschen ohne Behinderungen altersentsprechend und so normal wie möglich umsetzen und gestalten können. Entsprechend seinen Möglichkeiten möchten wir Eigenkompetenz fördern, damit er im Rahmen seiner individuellen Lebensgestaltung möglichst unabhängig von institutionell organisierten Hilfen leben kann. Dies erfordert ein lebenslanges Lernen und die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft. Mit möglichst vielen Menschen in dieser Gemeinschaft in Beziehung zu treten, fördert die Integration des Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft und vermeidet somit Ausgrenzung und Sonderbetreuung.

Geistige Behinderung ist keine Krankheit, auch wenn sie oft in einer physischen Schädigung – eben einer Hirnschädigung – ihren Ausgangspunkt hat. Mit einer geistigen Behinderung zu leben, ist eine von vielen Formen innerhalb der Bandbreite menschlicher Lebensvollzüge. Menschen mit geistiger Behinderung sind einmalig in ihrer Persönlichkeit , individuell genauso wie alle Menschen. Ihre Bedürfnisse sind wie es die Bedürfnisse eines jeden Menschen sind. Menschen mit geistiger Behinderung dürfen daher nicht primär unter dem Aspekt des Behindertseins gesehen werden. Sie sind zuallererst Menschen, erst in zweiter Linie darf es um die Behinderung gehen, also um mehr oder weniger umfängliche Behinderungen in verschiedenen Bereichen des Lebensvollzuges. Wir wehren uns gegen alle gesellschaftlichen Tendenzen, die das Lebensrecht des ungeborenen behinderten Menschen aus eugenischen, ökonomischen Überlegungen bzw. aus falschverstandenem Mitleid in Frage stellen.

Unsere Aufgabe und Verantwortung sehen wir darin, vorzuleben, mitzuhelfen und in der Öffentlichkeit bewusst zu machen, dass für einen behinderten Menschen und seine Familie ein sinnerfülltes Leben Selbstverständlichkeit wird.